StrahlungGrundlagen

Unter physikalischer Sicht wird Strahlung als Ausbreitung von Teilchen oder Wellen bezeichnet. Man unterscheidet sie in Teilchenstrahlung (= Korpuskularstrahlung) und Wellenstrahlung. Heute ist bekannt, dass in jeder Art Strahlung Teilchen- und Welleneigenschaften vorhanden sind.

Jede Strahlung transportiert Energie. Die Energiemenge ist abhängig von der Wellenlänge. So besitzt die kosmische Strahlung mit einer Wellenlänge von 10 bis 15 Metern die meiste Energie, Radiowellen dagegen haben mit einer Wellenlänge von 103 Metern nur sehr wenig Energie. Das vom menschliche Auge erkennbare Strahlungsspektrum erstreckt sich im Bereich von 0,38*10-9 bis 0,75*10-9 Metern.

Begrenzt sichtbares Strahlungsspektrum bei Menschen

Ebenso besitzt jede Art Strahlung auch Impulse. In manchen Fällen ist es sogar möglich, dass Masse oder Ladung transportiert wird. Sollte die Strahlung auf ein Hindernis treffen, so wird sie absorbiert (= umgewandelt), hindurchgelassen, gestreut oder reflektiert (= zurückgeworfen). Dieser Vorgang wird auch auch Remission genannt.

Mikrowellen im Militär

Wir wollen uns nun erst einmal nicht mit dem Mikrowellenherd auseinandersetzen, sondern mit Mikrowellen als eine Art von Strahlung. Aber was versteht man unter dem Begriff Mikrowellen? Beschreiben kann man sie als elektromagnetische Wellen, die eine Wellenlänge zwischen 1mm und 1cm haben. Mikrowellen kommen vor allem in der Radartechnik, in technischen Anwendungen der Plasmaanlagen (phy.: Plasma = ionisiertes Gas) und in drahtlosen Kommunikationssystemen vor, wie zum Beispiel Bluetooth im Handy.

Die Vereinigten Staaten von Amerika haben eine Mikrowellenwaffe entwickelt, ADS (engl: Active Denial System) genannt, mit der es möglich ist, mit einer Frequenz von 95 Gigahertz (Vergleich: normaler Haushaltsmikrowellenherd 2,45 GHz) aus einer Entfernung von bis zu 500 Metern auf menschliche Ziele zu schießen, ohne sie jedoch zu töten.

Diese energiereichen Mikrowellen treten bis zu 0,4mm in die menschliche Haut ein und erhitzen dort die Wassermoleküle auf 55 °C. Dieser Vorgang löst einen unbeschreiblich starken Schmerz aus und soll die Feinde zur Flucht animieren. Es soll nach Aussagen des amerikanischen Militärs zu keinerlei Schaden an der Personen kommen.

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